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Mississippi

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Basisdaten der U.S. Bundesstaaten

State of Mississippi

Magnolia State

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[ Flaggeninfo ]      [ Wappeninfo ]

Fläche125.434 km²
Einwohner2.988.726
Einwohner pro km²23,8
HauptstadtJackson
Postal CodeMS
ISO-3166-2 CodeUS-MS
FIPS Code29

 

Karte der USA, Mississippi hervorgehoben 
Lagekarte
Karte von Mississippi (Bundesstaat)
Karte von Mississippi

 

Mississippi  ist ein Bundesstaat in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er zählt zu den Südstaaten und hat knapp drei Millionen Einwohner auf einer Fläche von 125.443 km². Die Hauptstadt von Mississippi ist Jackson. Der Staat hat seinen Namen vom Mississippi River, der mit dem indianischen Wort für „großer Fluss“ bezeichnet ist. Der Beiname Mississippis ist „Magnolia State“ – Magnolienstaat.

Mississippi liegt östlich des gleichnamigen Flusses an dessen Unterlauf. Das Gebiet ist größtenteils flach mit einigen niedrigen Erhebungen im äußersten Nordosten. Im Süden hat der Staat eine schmale Küste zum Golf von Mexiko. Mississippi grenzt an die US-Bundesstaaten Tennessee im Norden, Alabama im Osten, und auf der westlichen Seite des Flusses Mississippi liegen Arkansas und Louisiana.

Mississippi kann in die subtropische Zone eingeordnet werden, mit milden Wintern und sehr warmen Sommern. Im Sommer ist die Niederschlagsmenge größer als im Winter. Für bleibenden Schnee ist es im Winter (9 °C bis 18 °C) zu warm.

Bevölkerung

Nach dem Census von 2010 lebteb 2.967.297 Einwohner in Mississippi, davon waren 57,3 Prozent Weiße, 37,5 Prozent Schwarze und Afroamerikaner, 0,6 Prozent Indianer, 1,0 Prozent Asiaten, 3,0 Prozent Hispanics. Mississippi ist der Bundesstaat mit dem höchsten Anteil Schwarzer.

Die Lebensbedingungen der Einwohner von Mississippi sind im Vergleich zu anderen Bundesstaaten eher schlecht. In den Bereichen Armut, Zugang zu guter gesundheitlicher Versorgung, Bildung und Lebenserwartung belegte der Bundesstaat 2009 den letzten Platz innerhalb der Vereinigten Staaten. Einer von fünf Menschen lebt unterhalb der nationalen Armutsgrenze, die 2010 bei 22.000 US-Dollar für eine vierköpfige Familie lag. In einigen Countys leben bis zu 48 Prozent der Bevölkerung unterhalb dieser Armutsgrenze.

Mississippi war im 20. Jahrhundert Schauplatz von Rassenunruhen. Zahlreiche Schwarze wurden gelyncht, ohne dass die Täter dafür belangt wurden. Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Bedingungen und der fehlenden rechtlichen Sicherheit wanderten viele Schwarze zwischen 1910 und 1970 in die Nordstaaten ab.

1956 wurde das Southern Manifesto aufgesetzt, ein Protestschreiben gegen die Rassenintegration, das auch von zahlreichen Politikern Mississippis unterschrieben wurde. Im Zuge der Ermittlungen zu den Morden an drei Bürgerrechtlern fanden die Behörden weitere Leichen ermordeter Schwarzer in Neshoba County. In diesem Zusammenhang weigerte sich der Gouverneur Mississippis, Paul B. Johnson junior, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, und verdächtigte die vermissten Aktivisten, sich in Kuba aufzuhalten. 1962 kam es zu Unruhen, die als Ole Miss Riots bekannt wurden.

Der Bundesstaat blieb aus Sicht der Kämpfer für die Gleichberechtigung einer der rückständigsten. Am 12. Juni 1967 zwang eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofes der USA Mississippi dazu, die bisher hier gesetzlich verbotene Mischehe zuzulassen; der Bundesstaat war einer der 16 Nachzügler.

Wirtschaft

Mississippi ist das wirtschaftliche Schlusslicht der USA. Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita GDP) lag im Jahre 2016 bei 36.029 Dollar (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: 57.118 Dollar; nationaler Rangplatz: 50).

Wichtige Wirtschaftszweige sind der Anbau von Baumwolle, Mais, Weizen, Reis, Sojabohnen, die Erdöl-, Erdgasförderung, die Holzwirtschaft, die Möbelindustrie, die Nahrungsmittelindustrie, die Papierindustrie, die Rinderzucht und die Computerindustrie.

Mississippi war der dritte Staat der USA, der das Glücksspiel im 20. Jahrhundert wieder zuließ. Seit 1990 entwickelte sich die nach Nevada zweitgrößte Glücksspielindustrie der USA, die sich in Biloxi konzentrierte, sich inzwischen aber die gesamte Golfküste entlang erstreckt. Im Jahr 1997 betreuten etwa 30.000 Angestellte in 29 Casinos 33.876 Spielautomaten und 1.370 Tischspiele. Mississippi kann dabei auf eine lange Erfahrung mit illegalem Glücksspiel zurückgreifen: seit den 1960ern betrieb die sogenannte Dixie Mafia bereits große und gut gehende Casinos, das Ausmaß illegalen Glücksspiels in Biloxi überstieg das von Atlantic City. Seit 1990 ist das Glücksspiel auf Schiffen legal. Die Schiffe müssen dafür an einem Kai festgemacht sein und selbsttätig schwimmen, echte Seetüchtigkeit hingegen ist nicht vonnöten. Den Schiffen ist es sogar verboten, sich loszumachen.

1966 schaffte Mississippi als letzter Staat in den USA die Prohibition ab.


Siehe auch

Weblinks

Quellen

Bildernachweis