Geographie

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Roti

Roti (auch Rote, indonesich Pulau Roti) ist eine indonesische Insel vor der Westspitze Timors. Sie gehört zu den Kleinen Sundainseln und bildet mit seinen Nachbarinseln den Regierungsbezirk (Kabupaten) Rote Ndao in der Provinz Ost-Nusa Tenggara.

Die Insel Roti hat eine Fläche von 1214 km² und eine Bevölkerung von 119.711 (2010). Die höchste Erhebung ist der Berg Musaklain mit 444 m im Distrikt Rote Selatan (Südroti). Nördlich von Roti liegt die Sawusee, südlich die Timorsee, weiter nach Westen liegen die Inseln Sawu und Sumba. Nach Nordosten trennt Roti die Straße von Roti von seinen direkten Nachbarn Timor und Semau. Der Hauptort Ba'a liegt auf der Nordseite der Insel und hatte 2010 1.161 Einwohner

Der Legende nach erhielt diese Insel ihren Namen versehentlich , als ein verlorener portugiesischer Seemann dort landete und einen Bauern fragte, wo er sei. Der überraschte Bauer, der kein Portugiesisch sprechen konnte, stellte sich mit seinem Namen "Rote" vor, was der Seemann als Namen der Insel mißdeutete.

Um Roti herum liegen mehrere kleinere Inseln. Westlich liegen die Inseln Ndao, Nuse (Nusa) und Doo, östlich Usu, Nusa Manupui und Boti, nördlich Ndoa, Nusa Kodi, Huana, Batuhun und Nusa Bibi und südwestlich Pamana (Dana, Dona, Ndana), Helihana, Landu, Manuk, Batu Bibi, Liu, Nusa Nak und Lai.

Die unbewohnte Insel Pamana ist die südlichste Insel Indonesiens. Nach lokalen Überlieferungen wurde die gesamte Bevölkerung Pamanas bei einer Vergeltungsaktion im 17. Jahrhundert ermordet. Neben einigen Hirschen gibt es zahlreiche Vogelarten auf Pamana. Außerdem legen Meeresschildkröten am Strand ihre Eier ab. Für die Hirsche wurde die Insel zu einem Wildschutzgebiet erklärt.


Lagekarte

File:Nusa Tenggara Timur2.png

Satellitenaufnahme

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Karte

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/cd/Rote_Island_de.png/320px-Rote_Island_de.png

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Geschichte

1681 eroberten die Niederländer die Insel Roti, von wo in Folge Sklaven nach Timor gebracht wurden. Außerdem rekrutierten die Niederländer auf Roti Soldaten für ihre Armee und bauten Schulen, nachdem der dortige Herrscher 1729 zum Christentum konvertiert war. Aus den Rotinesen wurde eine gut ausgebildete Elite. Um sich diese als Gegengewicht zu den Timoresen nutzbar zu machen, förderten die Niederländer deren Einwanderung nach Westtimor, so dass sie und ihre Sprache noch heute hier präsent sind.

Zwischen 1746 und 1749 scheiterten die Topasse beim Versuch, von Westtimor aus die Kontrolle über Roti zu erlangen.

Bevölkerung

Die Mehrheit der einheimischen Rotinesen ist christlich und spricht die zentral-malayo-polynesische Sprache Rotinesisch, welche in mehrere Dialekte gegliedert ist (Bilba, Dela-Oenale, Dengka, Lole, Ringgou, Termanu, Tii). Es gibt aber auch Einwanderer von anderen Inseln Indonesiens. Weitere der 123.000 Rotinesen leben um Kupang auf Westtimor und auf der Insel Semau.

Eine weitere einheimische Sprache auf Roti ist Ndao (Selbstbezeichnung Dhao), das hauptsächlich auf der benachbarten Insel Ndao gesprochen wird. Bini ist eine Ritualsprache mit eigenem Vokabular, die als „Sprache der Ahnen“ verstanden wird. Auf Bini gesungene Verse werden mit dem Nationalinstrument der Rotinesen, der Bambuszither Sasando begleitet.

Wirtschaft

Neben dem Surftourismus ist Landwirtschaft die Haupterwerbsquelle. Für das Dorf Pepela spielt die Fischerei eine große Rolle, weswegen es schon zu Streitigkeiten mit Australien kam.


Siehe auch

Weblinks

Quellen

Bildernachweis