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Karibische Niederlande (BES-Inseln)

Die Karibischen Niederlande (niederl. Caribisch Nederland) sind die drei ehemaligen „Inselgebiete“ der Niederländischen Antillen, nämlich  Bonaire, Saba und Sint Eustatius. Diese werden auch Besondere Gemeinden (niederl.: bijzondere gemeenten) oder BES-Inseln (niederl. BES-eilanden, ein Akronym) genannt.

Die Inseln sind seit der Auflösung der Niederländischen Antillen am 10. Oktober 2010 Teil der Niederlande und bilden die Besonderen Gemeinden. Niederländische Gesetze sind aber nicht automatisch in den karibischen Niederlanden gültig, und sie bilden darum ein separates Rechtsterritorium im Königreich (neben Aruba, Curaçao, den europäischen Niederlanden und Sint Maarten).

Die Inselgebiete (niederl.: eilandgebieden) Bonaire, Saba und Sint Eustatius waren zusammen mit anderen karibischen Gebieten Teile des 1954 neu gegründeten autonomen Gebietes Niederländische Antillen.

Vor der Auflösung der Niederländischen Antillen wurde in Referenden die Meinung der Bevölkerung zum Verbleib ihrer Inseln befragt. Nur Sint Eustatius hat sich dafür entschieden, im Landesverband der Niederländischen Antillen zu bleiben, stand mit seiner Meinung jedoch alleine, da alle anderen Inseln sich für die Auflösung aussprachen. Seitdem befürworteten die Politiker dieser Insel sowie der Inseln Bonaire und Saba direkte Beziehungen mit den Niederlanden. Am 11. Oktober 2006 einigten sich Bonaire, Saba und Sint Eustatius mit der niederländischen Regierung auf die Eingliederung der Inseln in die Niederlande als „besondere Gemeinden“.

Am 10. Oktober 2010 wurde der Landesverband Niederländische Antillen aufgelöst, und am 1. Januar 2011 löste der US-Dollar den bis dahin gültigen Antillen-Gulden als gesetzliches Zahlungsmittel ab. Der Antillen-Gulden wird innerhalb eines Monats in den besonderen Gemeinden ungültig, bleibt jedoch die Währung auf Curaçao und Sint Maarten. Die Auflösung des Landesverbandes der Niederländischen Antillen und die Eingliederung der Inseln in die Niederlande hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Status der Inseln als mit der Europäischen Union assoziierte überseeische Hoheitsgebiete („ÜLG“). Frühestens in einigen Jahren soll entschieden werden, ob die Inseln als Gebiete in äußerster Randlage  in die Europäische Union einbezogen werden sollen.

 


Quellen

Bildnachweis

Weblinks

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