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Planetarische Zirkulation

Die planetarische Zirkulation, oder auch allgemeine, planetare oder globale Zirkulation (englisch: general circulation, global circulation), ist eine Sammelbezeichnung für atmosphärische Zirkulationssysteme, die große Teile des Erdballs umfassen und durch ihre Wechselwirkung die Wetterdynamik der Erdatmosphäre bestimmen. Es handelt sich also insbesondere um eine großskalige Modellvorstellung der atmosphärischen Zirkulation, da das idealisierte Bild eines umfassenden Gesamtverständnisses durch den Stand der meteorologischen Forschung derzeit und auch in absehbarer Zukunft nicht erfüllt werden kann. In der Praxis des Begriffs der planetarischen Zirkulation ist es daher treffender, von einer modellhaften Annäherung an die reale Atmosphärendynamik zu sprechen. Dies gilt insbesondere für:

  • Prozesse der mittleren und höheren Erdatmosphäre,
  • Wechselwirkungen der einzelnen Zirkulationssysteme untereinander,
  • Wechselwirkung der Atmosphäre mit Bereichen anderer Erdsphären wie den Ozeanen,
  • die zeitliche Variabilität der planetarischen Zirkulation (im Bereich des Jahresganges bis zu Zeitskalen einer Klimaveränderung) und
  • den Einfluss kleinskaliger Systeme, welche in den Modellvorstellungen der planetarischen Zirkulation nicht oder kaum berücksichtigt werden.
 
Datei:Atmosphaerische zirkulationszellen.jpg
Die wichtigsten Zirkulationszellen der Atmosphäre
 

Vereinfachte Darstellung

Wesentliche Energiequelle für die zu beschreibenden Bewegungen ist die Sonne, die den äquatornahen Regionen der Erde viel Energie pro Fläche zuführt, den polaren Regionen wenig. Die warme Luft an den Tropen steigt auf, am Boden bildet sich ein Tief, die äquatoriale Tiefdruckrinne, in großer Höhe ein Hoch. Die kalte Luft an den Polen setzt sich über der Erdoberfläche ab. So entsteht dort das Polarhoch und in größerer Höhe ein Tiefdruckgebiet. Das Temperaturgefälle zwischen Tropen und Polarregionen bedeutet daher grundsätzlich ein Luftdruckgefälle.


Siehe auch

Weblinks

Quellen

Bildernachweis