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Steiermark

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Steiermark

LandesflaggeLandeswappen
 Landesflagge Landeswappen 
Basisdaten
Landessprache:Deutsch
Landeshauptstadt:Graz
Größte Stadt:Graz
Landeshymne:Dachsteinlied
ISO 3166-2:AT-6
Kürzel:ST
Website:www.steiermark.at
Geographie
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/39/Steiermark_in_Austria.svg/320px-Steiermark_in_Austria.svg.png
Geographische Lage:46° 52' – 48° 7' n. Br.
16° 2' – 17° 6' ö. L.
  
Fläche:16.401,04 km²
– davon Land:16.253,43 km²(99,1 %)
– davon Wasser:147,61 km² (0,9 %)
– Rang:2. von 9
Ausdehnung:Nord–Süd: 135,3 km
West–Ost: 196,1 km
Höchster Punkt:2995 m ü. A. (Hoher Dachstein)
Tiefster Punkt:200 m ü. A. (Mur östlich von Bad Radkersburg)
Verwaltungsgliederung
Bezirke:1 Statutarstadt
12 Bezirke
Gerichtsbezirke:15
Gemeinden:287, davon 35 Städte und 122 Marktgemeinden
Bevölkerung
Einwohner:1.240.214 (1. 1. 2018)
– Rang:4. von 9
Bevölkerungsdichte:76 Einw. pro km²
Ausländeranteil:10,6 % (2018)
Wirtschaft
Bruttoinlandsprodukt:42,28 Mrd. Euro (2014)
BIP pro Kopf:34.700 Euro
Arbeitslosenquote:10,6 % (Mai 2018)

Die Steiermark ist eines der neun Bundesländer der Republik Österreich. Ihre Hauptstadt ist Graz, welche gefolgt von Leoben, Kapfenberg, Bruck an der Mur und Feldbach nach Einwohnern auch mit Abstand die größte Stadt der Steiermark ist. Das flächenbezogen zweitgrößte, der Einwohnerzahl nach das viertgrößte Bundesland Österreichs grenzt an die österreichischen Bundesländer Kärnten, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und das Burgenland sowie im Süden an die Republik Slowenien. Die Bewohner werden als Steirer bezeichnet.

Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gab es das weitaus größere Herzogtum Steiermark als Kronland des Kaisertums Österreich, seit 1867 in Österreich-Ungarn. Seit dem Zerfall der Habsburgermonarchie im Oktober / November 1918 und dem Vertrag von Saint-Germain, 1919, gehört die Untersteiermark zu Slowenien.

Geographie

Das Bundesland Steiermark hat eine Fläche von 16.401,04 km² und ist damit das zweitgrößte Bundesland Österreichs. Es verfügt über eine 145 km lange Außengrenze mit Slowenien, womit es – abgesehen vom Ausnahmefall Wien – das Bundesland mit der geringsten Grenzlänge an das Ausland ist. Die Binnengrenze zu den angrenzenden Bundesländern ist 870 km lang.

Die Steiermark wird im Volksmund auch die „Grüne Mark“ und – vorwiegend im Tourismus – das „Grüne Herz Österreichs“ genannt, da rund 61 Prozent ihrer Bodenfläche bewaldet ist und ein weiteres Viertel von Wiesen, Weiden sowie Obst- und Weingärten eingenommen wird.

Geschichte

Die Geschichte der Steiermark deckt sich in vielen Epochen mit der österreichischen Geschichte. 1180 wurde die Steiermark zum Herzogtum erhoben und die lehnsrechtlichen Bindungen an das Herzogtum Bayern und das Herzogtum Kärnten gelöst.

1282 gelangte das Herzogtum Steiermark gemeinsam mit dem Herzogtum Österreich an das Adelshaus Habsburg. Im Zuge der habsburgischen Erbteilungen wurde die Steiermark der zentrale Teil Innerösterreichs (mit der Residenz Graz).

1918 wurde durch Entscheid der dortigen Abgeordneten, 1919 dann gemäß den Bestimmungen des Vertrages von Saint-Germain der südliche Teil des Herzogtums, die Untersteiermark, abgetrennt und dem Königreich Jugoslawien, aus der später die Republik Jugoslawien wurde, angeschlossen und ist seit 1991, nach deren Auflösung, ein bedeutender Teil der Republik Slowenien.

=> Geschichte der Steiermark

Etymologie

Der Name Steiermark leitet sich von der Stadt Steyr (heute in Oberösterreich) und der dort erstmals 985 erwähnten Styraburg, dem heutigen Schloss Lamberg her, wo die Traungauer Grafen damals ihren Sitz hatten. Die aus der Familie der Traungauer stammenden Markgrafen von Steyr haben entscheidend zur Entstehung der Steiermark beigetragen. Auf die gemeinsame Geschichte der Stadt und des Landes weisen noch der lateinische (und ins Englische übernommene) Name des Bundeslandes (Styria) und das gemeinsame Wappen, der silberne, rot gewaffnete und gehörnte, flammenspeiende, aufgerichtete Panther auf Grün hin. Der Wortteil -mark weist auf die Eigenschaft als Grenzgebiet (Mark) hin, was sich aus der Mark an der Mur erklärt.

Der Duden und das Österreichische Wörterbuch führen steirisch und steiermärkisch als Synonyme. Im örtlichen Sprachgebrauch jedoch wird steiermärkisch vorwiegend als Namensbestandteil von Behörden, Ämtern, Unternehmen und Vereinen verwendet.

Wirtschaft

Durch die zahlreichen in Graz befindlichen Hochschulen, universitären Einrichtungen und Forschungszentren ist die Steiermark nicht nur Anziehungspunkt zwecks Aus- und Weiterbildung für junge Menschen aus ganz Österreich, sondern auch eines der hervorragendsten und dynamischsten Wissenschaftszentren Österreichs, was sich in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Unternehmen äußerst günstig auswirkt.

Die landwirtschaftlichen Betriebe der Steiermark sind darüber hinaus weit über die Landesgrenzen bekannt für zahlreiche regionale Spezialitäten, die ihren Weg in die internationale Spitzengastronomie gefunden haben. Das Land ist mit 1400 Hektar Anbaufläche das größte Anbauzentrum Österreichs und Europas für Schwarzen Holunder. Aufgrund der großen Nachfrage nach Holunderprodukten wuchs die Anbaufläche innerhalb der Steiermark von 2010 bis 2013 jährlich zweistellig.Der Bio-Anteil an der Gesamtproduktion von lokalen Agrargütern ist dabei äußerst hoch.

Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Steiermark 2014 einen Index von 116 (EU-28: 100 Österreich: 129).

Tourismus

Die Obersteiermark, dabei besonders das Steirische Salzkammergut und die Region Schladming–Dachstein, sowie die Thermenregion im oststeirischen Hügelland sind wichtige Fremdenverkehrsgebiete. Hohe Übernachtungszahlen gibt es auch in der Hauptstadt Graz mit ihrem Umland.

Aus touristischen Gründen wurde für den östlichen Teil der Obersteiermark die künstliche Bezeichnung Hochsteiermark geschaffen, die als Tourismusregion vermarktet wird. Eine ebenfalls künstliche Namensgebung liegt im Falle des im Südosten des Landes befindlichen sogenannten Vulkanlandes vor.


Quellen

Bildernachweis

Siehe auch

Weblinks

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