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Der Malaiische Archipel

Der Malaiische Archipel (andere Bezeichnungen: Indischer, Ostindischer, Südostasiatischer oder selten Indonesischer Archipel, veraltet Insulinde oder Inselindien) ist die zusammenfassende Bezeichnung für eine Vielzahl größerer und kleinerer Inseln in Südostasien, die den Raum zwischen der Malaiischen Halbinsel und Australien ausfüllen.

In Indonesien und Malaysia  wird auch der ursprünglich aus dem javanisch stammende Begriff Nusantara verwendet.

Auf Jawa wurde schon im Jahre 1275 das Konzept des Dvipantara entwickelt. Dvipanatra ist ein Sanskrit Wort für die "Inseln dazwischen". Damit sollte eine Union der Inselreichs als Bollwerk gegen das expansionistische mongolische Yuan Reich auf dem asiatischen Festland geschaffen werden. Die Begriffe Nusantara und Dvipantara wurden synonym genutzt, da sowohl dvipa als auch nusa Insel bedeuten.

In Indonesien versteht man unter Nusantara den Indonesischen Archipel ohne die bruneiischen und malaischen Teile, auch ihne Singapur und die Philippinen, also das Indonesische Staatsgebiet.

Im Malayischen hingegen bezieht sich der Terminus "Nusantara" auf den gesamten malaiischen Archipel inklusive Brunei, Singapur und den Philippinen.

File:Insulinde1.PNG

Malaiischer Archipel

Lagekarte des Malaiischen Archipels
World map highlighting Malay Archipelago. New Guinea—not part of the Malay Archipelago by some definitions—is also included.
Geography
Lage Südostasien, Ozeanien
Inseln ca. 25.000
Hauptinseln Borneo, Java, Luzon, Mindanao, Neuguinea, Sulawesi, Sumatra
Fläche 2,000,000 km2
Staaten
 
Brunei 
Timor-Leste
Indonesien
Malaysia
Landesteile auf der Insel Borneo
Papua Neuguinea
Philippinen
Singapur
Demographie
Einwohnerzahl 380.000.000
Ethnien Austronesian peoples, Malay, Overseas Chinese, Overseas Indians

Geographie

Lage und Grenzen

Neuguinea, das bereits auf dem Kontinentalsockel Australiens liegt, wird meist nicht zum Malaiischen Archipel gerechnet. Als – geologisch orientierte – Ostgrenze gilt die Bruchzone zur australischen Kontinentalmasse, etwa entlang der südöstlichen Bandasee, daher sind für einige Inseln dieses Bereiches in der Literatur widersprüchliche Angaben zu finden. Zusammen mit den Großregionen Australien, Neuseeland, Melanesien und Neuguinea wurden sie unter der – heute als ungünstig beurteilten – Bezeichnung Australasien zusammengefasst.

Der Archipel bildet mit Australien die Grenze zwischen dem Indischen und dem Pazifischen Ozean. Im Westen wird der Malaiische Archipel durch Sumatra und dessen Nebeninseln abgeschlossen, im Süden durch Java und die Kleinen Sundainseln, im Osten durch die Molukken und im Nordosten durch die Philippinen.

Die Landfläche der gut 25.000 Inseln beträgt mehr als 2 Millionen km². Die größte Insel ist Borneo (Kalimantan), an der die drei Staaten Indonesien, Malaysia und Brunei beteiligt sind.

Geologisch sind die Inseln des Malaiischen Archipels sehr interessant, besteht hier doch eines der aktivsten Vulkangebiete der Erde. Die größte Höhe wird vom Kinabalu auf Nord-Borneo mit 4101 m erreicht, die tiefste Meerestiefe im Webertief an der Grenze zur australischen Landmasse mit 7440 m unter dem Meeresspiegel.

Klima

Das Klima des Archipels ist aufgrund der Nähe zum Äquator tropisch-heiß, im Westen sehr regenreich und im Osten beim Übergang zu Australien etwas trockener.

Fauna und Flora

Die Tier- und Pflanzenwelt ist außerordentlich reichhaltig. Neben den Zierpflanzen, wie Orchideen und Rafflesia, gibt es auch zahlreiche Holzarten: ausgesprochene Harthölzer und auch Farbhölzer (Teak, Palisander, Makassar-Ebenholz).

Nutzpflanzen sind neben Kokospalme, Sagopalme und Kautschukbaum auch die Indigopflanze und Gewürzpflanzen.

Die Tierwelt mit Tigern, Bären und Affen ist im westlichen Teil ähnlich der des südostasiatischen Raumes. Östlich der Wallace-Linie treten verstärkt Tiere aus dem australischen Bereich auf, beispielsweise Beuteltiere, während Affen fast ganz verschwinden.

Große Teile des Archipels gehören zum Korallendreieck, das eine der höchsten Biodiversitäten der Welt aufweist.

File:Übersichtskarte zur Lage des Korallendreiecks.png 

Das Korallendreieck


Quellen

Bildnachweis

Weblinks