Geographie

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Sonnenzeit

Die Sonnenzeit ist am Tageslauf der Sonne orientiert und vergeht im Gegensatz zur wissenschaftlich und technisch (physikalische Zeit) und im bürgerlichen Leben (bürgerliche Zeit) gebrauchten mechanischen Zeit ungleichmäßig.

Die Sonnenzeit ist vom Ort der Beobachtung abhängig. Mittag oder 12 Uhr Sonnenzeit ist, wenn die Sonne den Meridian durchläuft. Da der Meridian an die geographische Länge eines Ortes gebunden ist, haben Orte auf unterschiedlichen Längengraden verschiedene Sonnenzeiten, die auf einem Längengrad die gleiche. Die Sonnenzeit ist somit eine Ortszeit, wobei analog zur oben angegebenen Unterscheidung von wahrer Ortszeit und mittlerer Ortszeit gesprochen wird.

Die von den mechanischen Uhren angezeigte mittlere Ortszeit war anfänglich mit der mittleren Sonnenzeit identisch. Mit der Bildung von Zeitzonen wurde das störende Nebeneinander von mittleren Ortszeiten benachbarter Städte zugunsten in breiteren Zonen gültigen Zonenzeiten beseitigt. In Erinnerung an die Zeitverschiebung zwischen Orten auf verschiedenen Längengraden ist die Bezeichnung Ortszeit als Synonym für Zonenzeit noch in Gebrauch, wobei aber aus einem Ort eine relativ breite Zone geworden ist. Die Bindung an die von der Sonne bestimmte Tageszeit ist damit weitgehend verloren gegangen. Es gibt Zeitzonen, durch die der Längengrad, auf dem die mittlere Sonne eine mittlere Ortszeit “macht”, nicht verläuft. Folgerichtig ist, dass bei Verwendung von Ortszeit als Synonym für Zonenzeit die Rolle der Sonne als “Zeitmacher” in der Regel unbeachtet bleibt.


Quellen

Bildernachweis

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