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Lexas Länderinfos

Myanmar

Myanmar liegt in Südostasien am Ostufer des Golfs von Bengalen und der Andamansee. Die britische Kolonialherrschaft endete 1948. Unruhen, Aufstände, politische Unterdrückung und ethnische Konflikte bestimmten bald das Geschehen. Als die National League for Democracy (NLD) 1990 bei freine Wahlen siegte, verhinderte das Militär ihren Regierungsantritt.
Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Zu Myanmars Naturschätzen gehören Fischreichtum und Teakbaumwälder.

Geographie l Bevölkerung l Staat und Regierung l Wirtschaft

Amtliche Bezeichnung*:
Kurzform: Myanmar
Vollform: Union Myanmar
Staatsangehörige: Myanmare, Myanmarin
Adjektiv: myanmarisch

Bezeichnung in Landessprache
Kurzform: Myanma Naingngandaw
Vollform: Pyidaungzu Myanma Naingngandaw

Bedeutung/Herkunft des Namens

Ehemalige Bezeichnungen des Landes
Birmanische Union, zeitweilig Sozialistische Republik Birmanische Union


* Verzeichnis der Staatennamen für den amtlichen Gebrauch der BRD PDF | 38 KB

Geographie
KontinentAsien
Koordinaten22 00 N, 98 00 O
Landesfläche676.578 km²
Grenzlänge5.876 km
Küstenlänge1.930 km
Höchste ErhebungHkakabo Razi 5.881 m
KlimaTropisches Monsunklima. Sommerliche Regenzeit (SW-Monsun) von Mai bis Oktober. Die im Luv gelegenen westlichen Randgebirge erhalten Niederschläge bis zu 5000 mm, im zentralen Hochland nur 600 mm. Sommertemperaturen bis zu 40ºC. Winterliche Trockenzeit mit kühleren Temperaturen von Janur bis März. Im äußersten Norden über 1000 m gelegentlich Frost
Bevölkerung
Einwohner54.584.650
Bevölkerungswachstum1,07%
Geburtenrate19,11 Geburten pro 1.000 Einwohner
Lebenserwartung
insgesamt63,39 Jahre
Männer61,17 Jahre
Frauen65,74 Jahre
Altersstruktur
0-14 Jahre27,1% (m 7.534.762/ w 7.250.582)
15-64 Jahre67,8% (m 18.385.523/ w 18.627.115)
65 Jahre und mehr5,1% (male 1.213.487/ w 1.573.181)
Medianalter26,50 Jahre
Geschlechterverhältnis0,99 M/F
Bevölkerungsdichte80,68 Einwohner pro km²
Urbanisierung29,40%
StädteYangon (Rangun) [Hauptstadt] (S 2003) 3.873.739, Mandalay (F 1990) 532.895, Mawlamyine (Moulmein) (Z 1983) 219.961, Bago (Pegu) (Z 1983) 150.528, Pathein (Bassein) (Z 1983) 144.096, Taunggyi (Z 1983) 108.231, Sittwe (Akyab) (Z 1983) 107.621, Monywa (Z 1983) 106.843
 Liste der Städte in Myanmar
EthnienBurmesen (Birmanen) 68%, Shan 9%, Karen 7%, Rakhine 4%, Chinesen 3%, Mon 2%, Inder 2%, Andere 5%
ReligionenBuddhisten 89%, Christen 4% (Baptisten 3%, römisch-katholische Katholiken 1%), Muslime 4%, Animisten 1%, Andere 2%
Human Development Index (HDI)0,498
HDI Ranking149
Staat & Politik
StaatsformSozialistische Republik, Militärregime (seit 1974, Putsch 1988)
Staatsoberhaupt Staatspräsident Thein Sein
Regierungschef Premierminister vakant
WahlrechtAllgemeines Wahlrecht ab 18 Jahren
Link zu World LeadersCIA-Datenbank
Offizieller Linkhttp://www.myanmargeneva.org/
Nationalfeiertag4. Januar
 Unabhängigkeitstag (4.1.1948)
 
Wirtschaft
Inflationsrate6,5%
Arbeitslosenrate5,5%
Bruttoinlandsprodukt (BIP)89.230.000.000 USD
BIP - Wachstumsrate5,50%
BIP pro Kopf1.300 USD
BIP nach Sektoren
Landwirtschaft39,3%
Industrie18,7%
Dienstleistung42%
Staatshaushalt
Einnahmen2,18 Milliarden
Ausgaben2,36 Milliarden
Bevölkerungsanteil unterhalb der nationalen Armutsgrenze25%
Verteilung des Haushaltseinkommens
oberen 10%32,4%
unteren 10%2,8%
Wachstumsrate der industriellen Produktion4,30%
Investitionsvolumen14,5 % vom BIP
Staatsverschuldung 
Devisenreserven$ 721.100.000
Tourismus
Besucher 
Einnahmen 
 

Republik der Union Myanmar*

Pyidaunzu Thanmăda Myăma Nainngandaw

Staatsbezeichnung in birmanischer Schrift

Untitled 1

 
Fläche676.578 km²
Einwohner54.584.650
Einwohner pro km²65
HauptstadtRangun (Yangon); Administrative Hauptstadt Naypyidaw (Pyinmana)
AmtsspracheBirmanisch
Pro-Kopf-Einkommen1.300 USD
Human Dev. Index0,498
WährungKyat
Internetkennung.mm
AutokennzeichenMYA
Telefonvorwahl+95
Zeitzone UTC+ 06:30
Geokoordinaten22 00 N, 98 00 O



*Landesname

Myanmar ist im deutschen Sprachraum, im Vereinigten Königreich, in Australien und den USA nach wie vor unter der früheren Schreibweise Birma beziehungsweise Burma bekannt.

Eigentlich handelt es sich bei Burma und Myanmar nicht um zwei unterschiedliche Bezeichnungen. Bama mit verhältnismäßig dumpfem „a“ als erstem Vokal, von dem sich die englisch ausgesprochene Schreibweise Burma (und davon in anderen Sprachen wiederum Birma) herleitet, und Myanma sind seit jeher die Bezeichnungen für die größte Bevölkerungsgruppe der Bamar in ihrer eigenen Sprache und für ihr Land. Dazu kommen Unterschiede in der Aussprache durch die Dialekte, denn je nachdem, wie stark man die Lippen schließt und wie viel Druck beim ersten Konsonanten entsteht, ist der Übergang von „B“ zu „M“ fließend. Der Begriff Myanma soll bis ins ausgehende 11. Jahrhundert zurückgehen. Er entstammt der Schriftsprache und findet sich daher eher in historischen Dokumenten, während Bama umgangssprachlich verwendet wird. Seit den 1920er-Jahren gab es Bestrebungen, einen einheitlichen Begriff für alle im jetzigen Myanmar beheimateten Volksgruppen zu finden. So wurde mehrmals Bama durch Myanma ersetzt und umgekehrt.

Die offizielle Umbenennung des Landes in Pyidaunzu Thanmăda Myăma Nainngandaw („Union Myanmar“) durch das Militär im Jahre 1989 war in erster Linie ein Vorhaben mit Außenwirkung. Das Land sollte sich als selbstbewusster Staat präsentieren, der die Kolonialzeit endgültig überwunden hat.

Im Birmanischen bedeutet die Silbe Myan „fest zusammenhaltend“, die Silbe Mar „hart“, „stark“ oder auch „mächtig“. Neben der offiziellen Bezeichnung nennen die Einwohner den Staat auch kurz Myanma Naingngan („Myanmarischer Staat“).

Die Vereinten Nationen übernahmen den neuen Namen des Staates wenige Tage nach der Verkündung durch das Militär. Dem sind mittlerweile viele Staaten gefolgt. Die Vereinigten Staaten, Australien sowie weitere Staaten und Nichtstaatliche Organisationen halten als Zeichen ihrer Missbilligung des Regimes am Namen Burma fest.

Auch die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi sprach sich 1996 in einem Interview für das Magazin Marie Claire für die Beibehaltung von Burma aus, zum einen wegen der fehlenden Mitwirkung des Volkes, zum anderen, da der Begriff Myanmar eben nicht die Vielfalt der Volksgruppen im Lande widerspiegele.

Die deutschschweizerischen und österreichischen Zeitungen verwenden vorwiegend Burma, während sich die deutschsprachigen Agenturen auf die Bezeichnung Birma geeinigt haben. Mehrere deutsche Medien, darunter Spiegel und FAZ, verwenden dennoch die Variante Burma. Auch in der DDR wurde nur die Namensform Burma verwendet.


Quellen

Weblinks