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Lexas Länderlexikon - Intro
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Republik
der Union Myanmar*
Pyidaunzu Thanmăda Myăma Nainngandaw

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*LandesnameMyanmar
ist im deutschen Sprachraum, im Vereinigten Königreich, in
Australien und den USA nach wie vor unter der früheren Schreibweise
Birma beziehungsweise Burma
bekannt.
Eigentlich handelt es sich bei Burma und
Myanmar nicht um zwei unterschiedliche Bezeichnungen. Bama mit
verhältnismäßig dumpfem „a“ als erstem Vokal, von dem sich die
englisch ausgesprochene Schreibweise Burma (und davon in anderen
Sprachen wiederum Birma) herleitet, und Myanma sind seit jeher die
Bezeichnungen für die größte Bevölkerungsgruppe der Bamar in ihrer
eigenen Sprache und für ihr Land. Dazu kommen Unterschiede in der
Aussprache durch die Dialekte, denn je nachdem, wie stark man die
Lippen schließt und wie viel Druck beim ersten Konsonanten entsteht,
ist der Übergang von „B“ zu „M“ fließend. Der Begriff Myanma soll
bis ins ausgehende 11. Jahrhundert zurückgehen. Er entstammt der
Schriftsprache und findet sich daher eher in historischen
Dokumenten, während Bama umgangssprachlich verwendet wird. Seit den
1920er-Jahren gab es Bestrebungen, einen einheitlichen Begriff für
alle im jetzigen Myanmar beheimateten Volksgruppen zu finden. So
wurde mehrmals Bama durch Myanma ersetzt und umgekehrt.
Die offizielle Umbenennung des Landes in
Pyidaunzu Thanmăda Myăma Nainngandaw („Union Myanmar“) durch das
Militär im Jahre 1989 war in erster Linie ein Vorhaben mit
Außenwirkung. Das Land sollte sich als selbstbewusster Staat
präsentieren, der die Kolonialzeit endgültig überwunden hat.
Im Birmanischen bedeutet die Silbe Myan
„fest zusammenhaltend“, die Silbe Mar „hart“, „stark“ oder auch
„mächtig“. Neben der offiziellen Bezeichnung nennen die Einwohner
den Staat auch kurz Myanma Naingngan („Myanmarischer Staat“).
Die Vereinten Nationen übernahmen den neuen
Namen des Staates wenige Tage nach der Verkündung durch das Militär.
Dem sind mittlerweile viele Staaten gefolgt. Die Vereinigten
Staaten, Australien sowie weitere Staaten und Nichtstaatliche
Organisationen halten als Zeichen ihrer Missbilligung des Regimes am
Namen Burma fest.
Auch die Friedensnobelpreisträgerin Aung San
Suu Kyi sprach sich 1996 in einem Interview für das Magazin Marie
Claire für die Beibehaltung von Burma aus, zum einen wegen der
fehlenden Mitwirkung des Volkes, zum anderen, da der Begriff Myanmar
eben nicht die Vielfalt der Volksgruppen im Lande widerspiegele.
Die deutschschweizerischen und
österreichischen Zeitungen verwenden vorwiegend Burma, während sich
die deutschsprachigen Agenturen auf die Bezeichnung Birma geeinigt
haben. Mehrere deutsche Medien, darunter Spiegel und FAZ, verwenden
dennoch die Variante Burma. Auch in der DDR wurde nur die Namensform
Burma verwendet.
Quellen
Weblinks