Geographie

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Western Australia - Westaustralien

Western Australia

 

Flagge 
 Wappen  

Basisdaten
Hauptstadt: 

Fläche: 

Einwohner: 

Bevölkerungsdichte:

ISO 3166-2:

Zeitzone:

Höchster Punkt:

Offizielle Website: 
Perth

2.529.880 km²

2.617.200 (Jun. 2016)

1,03 Einw. je km²

AU-WA

AWST (UTC+8)

Mount Meharry 1.251 m

www.wa.gov.au

Politik


Parlamentssitze: 15 (Repräsentantenhaus)
12 (Senat) 

Lagekarte

Lagekarte Western Australia

File:Perth Skyline.jpg 

Western Australia (deutsch Westaustralien, Abkürzung: WA) ist ein australischer Bundesstaat. Westaustralien (Western Australia) ist der größte australische Bundesstaat und nimmt das westliche Drittel des Kontinents ein. Die Hauptstadt ist Perth.. Dort lebt mit rund 1,8 Millionen Einwohnern der größte Teil der rund 2,5 Millionen Westaustralier.   

Bevölkerung

Etwa 1,7 Millionen Einwohner Western Australias leben in der Metropolitan Area Perth mit Perth und Fremantle. Der größte Teil der restlichen 800.000 Einwohner konzentriert sich auf den relativ kleinen Teil um die Südwestspitze Australiens. Die zweitgrößte Stadt Western Australias ist Bunbury mit 64.000 Einwohnern (175 Kilometer südlich von Perth). 

Wirtschaft

Hauptwirtschaftszweig des Bundesstaates ist der Bergbau bzw. das individuelle Schürfen nach Bodenschätzen. Über 90 % der australischen Erzförderung stammt aus Westaustralien. Dies sind insbesondere Metallerze wie Eisenerz, Uran-, Nickel-, Zinnerz und Gold neben anderen Mineralien wie Bauxit oder Coltan. An Energierohstoffen wird Steinkohle, Erdöl und Erdgas gefördert, wobei seit 2009 die weltgrößte Gasverflüssigungsanlage im Gorgon-Gasprojekt entsteht, die ab dem Jahr 2014 acht Prozent der Weltproduktion an Flüssigerdgas liefern wird. Die Edelsteingewinnung bringt hauptsächlich Diamanten.

Weite Gebiete Western Australias sind wegen des trockenen und heißen Klimas nur als Weideland für Schafe nutzbar, andere Landwirtschaftsarten sind Rinder- und Schweinehaltung in Ackerbaugebieten sowie der Anbau von Obst, Getreide, Kartoffeln und Wein. Zwei Drittel der australischen Weizenproduktion stammen aus den westaustralischen Heartlands.

Die verarbeitende Industrie konzentriert sich im Raum Perth, rund 75 Prozent der Bevölkerung lebt dort, dies waren 1998 knapp 1,86 Millionen Menschen. Wegen der landschaftlichen Vielfalt und einer interessanten Flora und Fauna beginnt allmählich auch Tourismus eine gewisse Rolle zu spielen

Einfuhrbeschränkungen

Die Einfuhr von frischem Obst und Gemüse, Pflanzenteilen, Erde, Honig, Nüssen und Samen ist streng verboten. Behälter, in denen diese Materialien gelagert wurden, müssen ebenfalls gereinigt werden. Die Einhaltung der Bestimmungen zum Schutz der Landwirtschaft werden am Internationalen Flughafen von Perth kontrolliert, aber auch an den Hauptzufahrtsstraßen aus dem Northern Territory (Victoria Highway) und aus South Australia (Eyre Highway) mit Quarantäne-Kontrollen sichergestellt. Stark verdreckten Fahrzeugen wird die Weiterfahrt erst nach einer Reinigung gestattet.

Geschichte

Das Gebiet wurde bereits vor etwa 40.000 Jahren von Aborigines besiedelt. Von Europäern wurde die Westküste erstmals 1616 erreicht. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts hatten andere Seefahrer im Auftrag der Niederländischen Ostindien-Kompanie dann den kompletten Küstenverlauf erkundet. Man konnte jedoch mit den angetroffenen Aborigines keinen Handel treiben und verlor das Interesse an diesem Gebiet. Der erste inoffizielle Besiedlungsversuch wurde 1826 von den Briten in der Gegend des heutigen Albany unternommen. Nicht zuletzt um Besiedlungsversuchen anderer Nationen zuvorzukommen, erhielt er den Auftrag zur Gründung einer neuen Kolonie. Im April 1829 landete zunächst Captain Charles Fremantle mit seinem Schiff Challenger, im Mai dann auch Captain James Stirling mit seinem Schiff Parmelia an der Flussmündung. Sie gründeten dort die Swan River Kolonie, benannt nach den hier zahlreich vorkommenden schwarzen Schwänen. Später wurde daraus dann Western Australia. Dabei verdrängten sie die Ureinwohner, die Aborigines.

Im Gegensatz zu den östlichen Kolonien Australiens erfolgte die Kolonisierung hier zunächst ohne Beteiligung von Strafgefangenen und ohne den Einsatz von staatlichem Kapital. Das führte allerdings dazu, dass die Kolonisation zu scheitern drohte, so dass in der Zeit zwischen 1850 und 1868 dann doch etwa 10.000 Sträflinge für den Bau von öffentlichen Einrichtungen eingesetzt wurden.

Als Keimzelle des späteren Western Australia dienten drei Ansiedlungen:

  • der Hafen Fremantle direkt an der Flussmündung (benannt nach dem ersten Kapitän),
  • der „Wohnort“ Perth etwa 20 Kilometer flussaufwärts an einer seeförmigen Ausweitung des Flusslaufs (benannt zu Ehren des Schwiegervaters von Captain Fremantle, Sir Charles Murray (Abgeordneter von Perth in Schottland)) und
  • weitere 20 Kilometer flussaufwärts – soweit die Schiffe fahren konnten – dann noch Guildford (benannt nach dem Schwiegervater von Captain Stirling, der Abgeordneter von Guildford in Surrey war) als Tor zum fruchtbaren Swan Valley, das die Versorgung der Kolonie sicherstellen sollte. Captain James Stirling selbst wurde erster Gouverneur der neuen Kolonie.

Der mineralische Rohstoffreichtum in Westaustralien führte in den 1880er Jahren zur Gründung des Geological Survey of Western Australia. In den 1890er Jahren kam es zu dem Goldrausch von Coolgardie. Dieser Goldrausch zog zahlreiche Goldsucher in das dünnbesiedelte Western Australia und die Bevölkerung wuchs an. 1901 wurde Western Australia als Gründungsmitglied ein Bundesstaat des neugegründeten Australischen Bundes.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die europäischstämmige Bevölkerung zu einem gewissen Wohlstand, während viele Aborigines auch heute noch in Reservaten in ärmlichen Verhältnissen leben.


Quellen

Bildernachweis

Weblinks