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Belarus (Weißrussland)

Siegesplatz Minsk Lukaschenko Holocost Denkmal in Minsk
Siegesplatz in der Hauptstadt Minsk*  Präsident Lukaschenko** Holocost Denkmal in Minsk***
   

Weißrussland (weißrussisch Беларусь/Belarus, russisch Беларусь/Belarus bzw. traditionell Белоруссия/Belorussija) – in zwischenstaatlichen Dokumenten amtlich Belarus – ist ein Binnenstaat in Osteuropa, der an Polen, die Ukraine, Russland, Lettland und Litauen grenzt. Früher wurde das Land auch Weißruthenien und im Sprachgebrauch in der DDR Belorußland genannt. Bei der Auflösung der Sowjetunion 1991 wurde der Staat unabhängig.

Der Name Belarus ist seit dem Mittelalter überliefert und wurde im 19. Jahrhundert allgemein üblich, ist aber mit „Weiße Rus“ ungenau übersetzt. Rus war der ostslawische Name für skandinavisch-slawische Herrschaftsgebiete wie das der Kiewer Rus, zu dem das Land von der Gründung an gehörte. Das Adjektiv „bely“ bedeutete im Mittelalter im geografischen Sinne „westlich“ und/oder „nördlich“, Belarus ist demnach mit „Westliche Rus“ zu übersetzen. 

Die Verwendung des Wortes Belarus bietet sich also an, um Unklarheiten zu vermeiden. Jedoch ist im Deutschen die Bezeichnung Weißrussland traditionell verbreitet. Die weißrussischen offiziellen Stellen wie auch die deutsche Diplomatie verwenden in offiziellen deutschsprachigen Texten den Namen Belarus, um die Unterscheidung von Russland zu verdeutlichen. Laut Auswärtigem Amt kann auf Landkarten sowie in nicht-diplomatischen Texten weiterhin die traditionelle Bezeichnung Weißrussland verwendet werden. Es gibt auch die Variante Bielarus, die von manchen genutzt wird.

Geographie

Die größte Ausdehnung des Landes vom Westen nach Osten beträgt 650 km – von Nord nach Süd sind es 560 km. Unter den europäischen Staaten ist Weißrussland flächenmäßig an 13. Stelle und der größte Binnenstaat, der vollständig in Europa liegt.
Die Staatsgrenzen zu Russland und Ukraine machen je etwa 1000 km und insgesamt zwei Drittel des Grenzverlaufs aus, während auf Polen, Litauen und Lettland das letzte Drittel entfällt. Der Grenzverlauf ist unregelmäßig und folgt nur nach Polen teilweise Gewässern (Bug), vornehmlich verläuft die Grenze aber über Sumpf- und Hügelland.

Weißrussland liegt in der Osteuropäischen Ebene und wird von Hügelketten der eiszeitlichen Endmoränen (Weißrussischer Höhenrücken) und breiten, naturbelassenen Flüssen durchzogen.

>>> weitere Geographiedaten

Umwelt

Weißrussland ist am stärksten von der Katastrophe von Tschernobyl (1986) betroffen, die ca. 25 % der Landesfläche, besonders im Osten und Süden, nachhaltig kontaminiert hat.

>>> weitere Umweltdaten

Рэспубліка Беларусь (weißrussisch)
Республика Беларусь (russisch)

Respublika Belarus
Republik Weißrussland


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Fläche207.600 km²
Einwohner9.589.689
Einwohner pro km²50
HauptstadtMinsk
AmtsspracheWeissrussisch, Russisch
Pro-Kopf-Einkommen17.800 USD
Human Dev. Index0,798
WährungWeißrussischer Rubel
Internetkennung.by
AutokennzeichenBY
Telefonvorwahl+375
Zeitzone UTC+3
Geokoordinaten53 00 N, 28 00 O


Bevölkerung

In dem multiethnischen und multikonfessionellen Land leben Vertreter von mehr als 100 Nationalitäten und vieler Religionen zusammen. Trotz der Einwanderung vieler Russen und der Deportation zehntausender Weißrussen unter Stalin liegt der Anteil der Weißrussen innerhalb der Bevölkerung bei 81,1 %. Die größte Minderheit sind die Russen mit 11,2 %, dann folgen 3,4 % Polen und 2,4 % Ukrainer. Viele weitere ethnische Gruppen umfassen die restlichen 1,9 %, darunter Tataren, Roma (u. a. Jerli), Litauer, Letten, Slowaken, Moldauer (Rumänen), Turkmenen, Kasachen, Karäer und Russlanddeutsche.

>>> Aktuelle Bevölkerungsdaten

Wirtschaft

Die weißrussische Wirtschaft wurde nicht in eine Marktwirtschaft umgewandelt, da die Regierung nach wie vor die Planwirtschaft bevorzugt. Aufgrund sehr guter Wirtschaftsbeziehungen zu Russland (starker Export, verbilligter Rohstoffimport) war die wirtschaftliche Situation bislang stabil. Industrie und Landwirtschaft sind größtenteils in Staatshand. Die Anhebung der Rohölpreise durch Russland brachte die durch die bisherige Vorzugsbehandlung bei den Rohstoffpreisen subventionierte Wirtschaft in Schwierigkeiten.

Die Landwirtschaft, auf die 15 % der Beschäftigung entfällt, wird durch Kollektivierung mit zwei Hauptzweigen beherrscht: den Anbau von Kartoffeln und Viehzucht. Historisch gesehen sind wichtige Industriezweige die Textilindustrie und die Holzverarbeitung. Seit 1965 wurde der Maschinenbau (Traktoren, Kühlschränke) verstärkt ausgebaut. Innerhalb der Sowjetunion gehörte Weißrussland zu den am weitesten entwickelten Teilrepubliken. Wirtschaftlich engagiert sich das Land neben der GUS in der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft und in der Russisch-Weißrussischen Union.
Ende 2006 übernahm die russische Gazprom für 2,5 Milliarden US-Dollar einen 50-Prozent-Anteil an dem weißrussischen Energie- und Gasunternehmen Beltransgaz.

 Weitere bedeutende weißrussische Unternehmen sind neben den Verkehrsbetrieben Belaruskaja Tschyhunka und der Belavia Belarusian Airlines das weißrussische Automobilwerk BelAZ, der Kaliproduzent Belaruskali, der Reifenhersteller Belshina, das Minsker Armbanduhrenwerk Strahl (Lutsch), der Fahrzeug- und Rüstungsproduzent Minski Awtomobilny Sawod (MAZ), der Fahrzeughersteller Minski Sawod Koljosnych Tjagatschei (MZKT), die Minsker Traktorenwerke (MTS) und der Halbleiterhersteller NPO Integral.

Die weißrussische Industrie zählt heute rund 600 staatliche Unternehmen, die 30 Prozent der gesamten Produktion erzeugen. Mit dem IWF wurde 2009 eine Pilot-Privatisierung von fünf der größten Staatsbetriebe vereinbart. Zudem sind schon rund 160 staatliche Großbetriebe in Industrie, Bauwirtschaft und Transportsektor in Aktiengesellschaften überführt worden.

>>> Aktuelle Wirtschaftsdaten

 



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Staat und Politik

1994 wurde Aljaksandr Lukaschenka Präsident, der das Land autoritär regiert. Westliche Beobachter bezeichnen das Land häufig als die „letzte Diktatur Europas“.

>>> Aktuelle Regierung

 

 

Militär

Die Streitkräfte Weißrusslands wurden am 20. März 1992 offiziell gebildet und umfassten anfangs die Truppen des Weißrussischen Militärbezirks der Sowjetunion ohne strategische Einheiten.Am 19. Dezember 1997 wurde ein Vertrag zwischen der Republik Belarus und der Russischen Föderation über militärische Zusammenarbeit und das Abkommen über die gemeinsame Gewährleistung regionaler Sicherheit im Militärbereich abgeschlossen. Am 22. Januar 1998 erfolgte auf einer Sitzung des Höchsten Rates der Russisch-Weißrussischen Union in Moskau die Einigung über eine Konzeption für die gemeinsame Verteidigungspolitik. Seit der Streitkräftereform 2001 gibt es zwei Territorialkommandos. Im Rahmen einer gemeinsamen GUS-Luftabwehr unterhält Russland eine Radarstation. Außerdem haben beide Seiten ihre Rüstungsindustrien sowie -exporte eng aufeinander abgestimmt.

Die Weißrussischen Streitkräfte teilen sich in Weissrussisches Heer und Weissrussische Luftstreitkräfte. Sie stehen unter dem Kommando des Verteidigungsministers.

>>> Aktuelle Militärdaten



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Infrastruktur

 

>>> Aktuelle Kommunikationsdaten

 

>>>>>> Aktuelle Verkehrsdaten

 

Quellen

Bildernachweis

  • * Public domain via Wikimedia Commons
  • ** von CSTO Collective Security Council meeting Kremlin, Moscow 2012-12-19 01.jpeg: Presidential Press and Information Office [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

  • *** A view of the Yama (Death Pit) Holocaust Memorial in Minsk.
    The figures are part of
    a group descending into the pit to be executed.
    Quelle: CIA World Factbook, Lizenz: Public domain

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