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Meeresströmungen

Als Meeresströmungen (engl. current, Strom) bezeichnet man die systemimmanenten waagrechten und senkrechten Transporte von Wassermassen in den Weltmeeren bzw. Ozeanen. Sie werden u. A. durch die Erdrotation, Gezeiten, unterschiedliche Wasserdichten aufgrund unterschiedlicher Salzgehalte und Wassertemperaturen sowie Winde („Driftströmung“) beeinflusst bzw. verursacht. Von großer Bedeutung ist dabei die „Thermohaline Zirkulation“.

Meeresströmungen sind Massenströme des Meerwassers. Dabei gibt es sowohl regionale und in kurzen Perioden wechselnde wie die Gezeitenströme, als auch kontinuierliche Wasserbewegungen globalen Ausmaßes wie den Golfstrom. Diese großräumigen Meeresströmungen werden zusammen auch als globales Förderband bezeichnet.

Zahlreiche Antriebseffekte und Einflussgrößen bestimmen den Transport von Wassermassen in den Ozeanen: Die Bewegungen in den oberflächennahen Schichten sind oft schon lange bekannt, die in den tieferen Schichten Objekt jüngerer Forschungen. Im Normalfall handelt es sich hierbei um thermohalin bedingte Strömungen. Diese sind in der Regel und besonders bei den größeren Strömungsmustern des globalen Förderbandes recht verlässlich in ihrem Auftreten, können jedoch auch bedingt durch meteorologische und ozeanologische Einflussfaktoren variieren. Meist folgt diese Varianz einem Rhythmus, der sich den Jahreszeiten anpasst und damit von der Variabilität der Sonneneinstrahlung abhängt.

Entstehung

Die Strömungen werden hauptsächlich durch Temperaturunterschiede und unterschiedliche Salzgehalte des Meerwassers (je salzhaltiger das Wasser ist, desto größer ist seine Dichte) erzeugt, die von der Erwärmung von Wassermassen durch die Sonneneinstrahlung und ihrer Abkühlung herrühren. Allerdings liefert auch die Windreibung an der Oberfläche des Meeres einen entscheidenden Beitrag. Die Unterschiede der Wasserdichte wirken bei vertikalen Strömungen als antreibend.

Der örtliche Verlauf der Meeresströmungen wird, außer von den strömungserzeugenden Kräften, durch die sekundär wirkende Verteilung der Landmassen, die Topographie (Relief) des Meeresbodens, die Corioliskraft, die Zentrifugalkraft bei Rotationsbewegungen sowie die Reibungskraft beeinflusst. Die wichtigsten Größen sind hierbei die Wassertemperatur (Meeresoberflächentemperatur), die Salinität und hieraus resultierend die Dichte des Wassers.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9b/Corrientes-oceanicas.png

(Kleinräumigere) Wasserwirbel (engl. eddy) sind Teile bzw. Auswirkungen der Meeresströmungen, während diese wiederum Teile der „großen ozeanischen Wirbel“ sind (engl. gyre).

Große ozeanische Wirbel

Die „großen ozeanischen Wirbel“ (engl. gyre, von gyrate, rotieren, kreiseln, wirbeln, „Meereswirbel“) sind:

Grenzströmungen

Grenzströmungen (engl. boundary currents) sind Meeresströmungen, deren Dynamik durch das Vorhandensein einer Küstenlinie bestimmt wird, und fallen in zwei verschiedene Kategorien: westliche Grenzströmungen und östliche Grenzströmungen.

Westliche Grenzströmungen

Westliche Grenzströmungen sind warme, tiefe, enge und schnell fließende Strömungen, die sich auf der Westseite von Ozeanbecken aufgrund westlicher Intensivierung bilden. Sie tragen warmes Wasser aus den Tropen polwärts. Beispiele sind der Golfstrom, der Agulhasstrom und der Kuroshio.

Östliche Grenzströmungen

Die östlichen Grenzströmungen sind relativ flach, breit und langsam fließend. Sie befinden sich auf der östlichen Seite der Ozeanbecken (neben den westlichen Küsten der Kontinente).

Die Strömungen an der subtropischen Ostgrenze fließen äquatorwärts und transportieren kaltes Wasser von höheren Breiten in niedrigere Breiten; Beispiele sind der Benguelastrom, der Kanarenstrom, der Humboldtstrom und der kalifornische Strom. Küstenauftrieb bringt oft nährstoffreiches Wasser in die östlichen Regionen der Gegend und macht sie zu fruchtbaren Gewässern.


Siehe auch

Weblinks

Quellen

Bildernachweis

  • Karte der Meeresströmungen: By Dr. Michael Pidwirny (see http://www.physicalgeography.net) [Public domain], via Wikimedia Commons