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Jahreszeiten

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Animation von Satellitenbildern im Verlauf des Jahres 2004 in 12 Monaten

Die Jahreszeiten unterteilen das Jahr in verschiedene Perioden, die sich durch charakteristische astronomische oder klimatische Eigenschaften auszeichnen. Im alltäglichen Sprachgebrauch sind damit hauptsächlich meteorologisch deutlich voneinander unterscheidbare Jahresabschnitte gemeint; in gemäßigten Breiten sind dies Frühling, Sommer, Herbst und Winter, in den Tropen sind es Trockenzeit und Regenzeit. Die Beschreibung der Jahreszeiten bezieht sich in diesem Artikel auf die Nordhalbkugel der Erde, auf der Südhalbkugel sind sie kalendarisch um ein halbes Jahr versetzt. Sommer und Winter können je auch als Hälften eines Jahres verstanden werden, beispielsweise als das Nordsommerhalbjahr beziehungsweise das Südwinterhalbjahr.

Auf der Südhalbkugel der Erde herrschen jeweils denen der Nordhalbkugel entgegengesetzte Jahreszeiten: Ist es im Süden Sommer, so im Norden Winter, und umgekehrt. In tropischen und subtropischen Gebieten unterscheidet man stattdessen zwischen Regen- und Trockenzeiten. In den Tropen gibt es zwei Regenzeiten pro Jahr, die sich jedoch mit zunehmender geografischer Breite zu einer einzelnen zweigipfeligen und schließlich zu einer eingipfeligen Regenzeit verbinden.

Verschiedene Völker unterteilen bzw. unterteilten das Jahr in andere Jahreszeiten. So kennen die Samen in Skandinavien 8 Jahreszeiten, australische Aborigines in Arnhem Land, die Gagudju sprechen, 6 Jahreszeiten. In Russland kennt man die Rasputiza, zwei Schlammzeiten jeweils während der Schneeschmelze im Frühjahr und während der Herbstregenfälle.

Astronomische Jahreszeiten

Astronomisch werden die Jahreszeiten nach der scheinbaren geozentrischen ekliptikalen Länge des Sonnenstandes bestimmt. Dafür wird die scheinbare jährliche Bahn der Sonne von einem hypothetischen Beobachtungsort im Erdmittelpunkt aus betrachtet und in vier Abschnitte unterteilt. Die astronomischen Jahreszeiten sind definiert als jene Zeitspannen, die während des Durchlaufens eines bestimmten der vier Abschnitte jeweils vergehen und dauern wegen der unterschiedlichen Winkelgeschwindigkeit nicht gleich lange. Aufgrund der geozentrischen, auf den Erdmittelpunkt bezogenen Definition beginnt oder endet eine astronomische Jahreszeit standortunabhängig weltweit zum selben Zeitpunkt (dem aber in verschiedenen Zeitzonen unterschiedliche Uhrzeiten entsprechen).

Meteorologische Jahreszeiten

Die meteorologischen Jahreszeiten sind nach Kalendermonaten eingeteilt und umfassen jeweils immer drei komplette Monate. Sie werden damit insgesamt etwa drei Wochen früher angesetzt als die astronomischen Jahreszeiten. Mit der meteorologischen Definition fallen die auf der Nordhalbkugel wie in Deutschland durchschnittlich wärmsten Monate Juni, Juli und August in den Sommer und die kältesten Monate Dezember, Januar und Februar in den Winter (siehe Abbildung oben, jahreszeitlicher Temperaturverlauf (NH)). Hinzu kommt, dass zumindest in der Zeit vor Erfindung des Computers statistische Auswertungen so einfacher durchzuführen waren.

  • Frühling: 1. März – 31. Mai
  • Sommer: 1. Juni – 31. August
  • Herbst: 1. September – 30. November
  • Winter: 1. Dezember – 28./ 29. Februar

Phänologische Jahreszeiten

Die Phänologie (altgriechisch φαίνω phaíno „ich erscheine“ und -logie) befasst sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Entwicklungserscheinungen in der Natur. Um den im Jahresablauf zu beobachtenden saisonalen Entwicklungsstand der Natur durch Jahreszeiten zu beschreiben, ist die Unterteilung in vier Jahreszeiten im Allgemeinen zu grob. In der Phänologie kennt man daher bis zu zehn Jahreszeiten, deren Beginn lokal verschieden durch das Eintreten verschiedener Naturereignisse (zum Beispiel Apfelblüte) gegeben ist.


Quellen

Bildernachweis

Siehe auch

Weblinks